Öffnung des Nordatlantiks
Im Perm und der Trias waren alle Kontinente zum Großkontinent Pangäa vereinigt.
Von Osten griff die Tethys in diesen Großkontinent. Das Westende der Tethys lag
zwischen Südost-Europa und Nordost-Afrika und grenzte an eine geschlossene Landmasse.
In der Trias bildeten sich in der westlichen Tethys Karbonatplattformen.
Die Öffnung des Nordatlantiks kündigte sich durch Taphrogenese (Grabenbildung) an.
Zur endgültigen Öffnung kam es von 150 bis 170 Ma in vier Etappen:
- Öffnung des Zentralen Atlantiks mit Azoren-Gibraltar-Rücken als Nordgrenze (112 Ma).
Im Mittelmeerraum verlängerte sich der Rücken bis in die Tethys und brach Afrika aus
Pangäa heraus. Es kam zu einer Ostbewegung Afrikas gegen Europa. Dadurch wurde das
westliche Mittelmeer gedehnt und der Südpenninische Ozean geöffnet.
- Die Öffnung schritt nach Norden und trennte Iberien von Neufundland (Öffnung
Biscaya (75 Ma)). Es kam zur Öffnung des südlichen Ozeanarms, der später das östliche
Mittelmeer bildet. Dies führte zur Einengung des Mittelmeerraumes und zur Bildung der
oberkretazischen Orogenese.
- Öffnung Labradorsee und Baffin Bay, Abtrennung Grönlands von Nordamerika.
- Trennung Grönlands von Europa. Es kam zu einer Nord-Süd-Konvergenz. Dabei verkürzte
sich das Mittelmeer auf das heutige Maß. Die dazwischenliegenden Platten und
Mikrokontinente wurden verdreht und zerschert.
Während des dritten und vierten Stadiums kam es zur Bildung zweier Ozeanarme
zwischen Tethys und Atlantik mit dazwischenliegender Adriatischer Platte. Der
nördliche Arm (Südpenninischer Ozean) war der ältere und bildet die Ophiolithkomplexe
der Alpen. Der südliche Arm bildet heute das östliche Mittelmeer.
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